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Benjamin Quiring

Unicode Konsortium lehnt Antrag für Dom-Emoji ab

Es wird kein eigenes Emoji für den Kölner Dom geben. Wie das Unicode Consortium auf Nachfrage bekanntgab, wurde der vom Kölner Stadt-Anzeiger im Oktober eingereichte Antrag für ein eigenes Emoji für die Kölner Kathedrale abgelehnt. Eine genaue Begründung bleibt aus. In der Absage heißt es lediglich „Wir honorieren den Aufwand, den Sie in ihren Antrag gesteckt haben, bekommen jedes Jahr allerdings sehr viele Vorschläge, die nicht alle umgesetzt und codiert werden können“. Weiter heißt es man wisse, dass die Absage eine Enttäuschung sei und man bedanke sich dennoch für den eingereichten Vorschlag.

 

„Wir sind natürlich enttäuscht, dass unser Vorschlag abgelehnt wurde“, sagt Benjamin Quiring, Leiter redaktionelle Fortentwicklung und Initiator des Antrags. „Die Chance war da, aber eben auch sehr klein“, so Quiring. Die Auflagen und Anforderungen des Konsortiums für ein eigenständiges Emoji sind recht hoch: So werden grundsätzlich eigentlich keine Bauwerke oder Orte in Emojis übersetzt – lediglich der Tokio Tower und die Freiheitsstatue sind digital in einem Emoji codiert. Ebenfalls gibt es für religiöse Bauwerke jeweils nur ein übergreifendes digitales Abbild.

Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ hatte in seinem Antrag für das Emoji argumentiert, dass der Dom eben nicht nur ein Bauwerk und religiöser Ort, sondern darüber hinausgehend ein Symbol für eine ganze Region, für Heimatgefühl und Hoffnung sei.

Offensichtlich waren die Argumente aber nicht überzeugend genug. Fest steht dennoch: Auch ohne Emoji ist der Dom viel mehr als nur eine Kirche. Aber vielleicht weiß man das auch tatsächlich nur in Köln und der Region. Noch.

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Benjamin Quiring

Antrag für offizielles Dom-Emoji eingereicht

Der erste Schritt ist gemacht: Wir haben heute Morgen beim Unicode Konsortium den Antrag für ein Dom-Emoji eingereicht.








 

Darin mussten wir einen Bild-Vorschlag (Schwarz-Weiß und Farce) einreichen und in vielen kleinen Schritten erläutern, welche Gründe es gibt, den Dom als eigenständiges Emoji aufzuführen und was ihn von anderen Emojis unterscheiden würde.
Bild: Tobias Hahn, Kölner Stadt-Anzeiger
Bild: Tobias Hahn, Kölner Stadt-Anzeiger
Mit einer ersten Antwort auf unseren Antrag ist im Oktober zu erwarten. 

Den kompletten Antrag können Sie hier einsehen.
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Benjamin Quiring

Die besten Ideen unserer Leserinnen und Leser für ein Dom-Emoji


Vor einigen Wochen hatten wir dazu aufgerufen uns Ideen für die Nutzung eines Dom-Emojis und Bildentwürfe zu schicken. Daraufhin haben uns zahlreiche Nachrichten mit Anregungen erreicht. 

Wann könnte ein Dom-Emoji benutzt werden?

  • Verabredungen auf der Domplatte oder dem Bahnhofsvorplatz
  • Vor der nächsten Turmbesteigung 
  • Einladungen an Freunde und Bekannte nach Köln
  • Der Dom als Emoji würde Sätze des kölschen Grundgesetzes ersetzen: Anstatt „et es wie et es“ würde man einfach mit dem Dom antworten.
  • Immer dann wenn es um Köln bzw. das Rheinland geht.
  • Wenn man sagen möchte, jemand solle es nicht auf die Spitze treiben.
  • Wenn ich sage, laß den Dom in Kölle.
  • Wenn ich sage, ich fahre nach Hause.
  • „Bestell schon mal 2x (Dom-Emoji )= Kölsch,  ich bin gleich da."





Die besten Bild-Entwürfe

Bild: Isabelle Engelhardt
Bild: Annika Brentrup
Bild: Markus Maria Hübner
Bild: Hans-Georg Renner & Stephan Wagner 
Die Gewinner der Domdachführung werden bald benachrichtigt.
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Benjamin Quiring

Weiterhin Bildvorschläge gesucht

In den vergangenen Tagen haben wir zahlreiche Zuschriften von Leserinnen und Lesern mit tollen Ideen und Begründungen erhalten, warum der Kölner Dom ein Emoji braucht. Vielen Dank dafür! 

Motivvorschläge waren bislang noch recht wenige dabei. Wir suchen also weiterhin Entwürfe für ein mögliches Dom-Emoji.

Diese werden am liebsten im Format 18 x 18 Pixel oder 72 x 72 Pixel, am besten als PNG-Datei entgegengenommen. Bitte geben Sie dann in ihrer E-Mail schriftlich an, dass wir das Recht haben, ihren Entwurf gegebenenfalls in unserem Antrag weiterzuverwenden.

Alternativ können Sie uns aber auch einfach eine Zeichnung schicken, die wir dann möglicherweise weiterverarbeiten.
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Benjamin Quiring
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Benjamin Quiring
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Benjamin Quiring
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Benjamin Quiring
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Benjamin Quiring

Die Freiheitsstatue in New York hat schon länger eins. Der Tokio Tower auch. Und sogar das Schweizer Fondue ist seit dem vergangenen Jahr ebenfalls als Emoji auf allen Smartphones der Welt verfügbar. Höchste Zeit also, dass ein weiteres dazu kommt: der Kölner Dom.

Deshalb wollen wir, der „Kölner Stadt-Anzeiger“, in den kommenden Wochen offiziell beantragen, dass die beliebteste Sehenswürdigkeit Deutschlands – mit nach Angaben der Stadt Köln rund 6 Millionen Besuchern pro Jahr (Stand vor der Corona-Pandemie) – und das zugleich bekannteste Bauwerk der Stadt ein offizielles und einheitlich codiertes digitales Symbol wird. Die Idee dazu gab es bereits 2020, damals hieß es jedoch, dass der Dom als Bauwerk keine Chance auf ein Emoji hätte. 

Zuständig für die Vergabe der Emojis ist das sogenannte Unicode Konsortium im US-Bundesstaat Kalifornien, in dem sich Unternehmen wie Apple, Google, Facebook, Microsoft, Netflix, Adobe und SAP zusammengeschlossen haben, um die kleinen digitalen Bildchen und alle anderen Schriftzeichen der Welt einheitlich zu codieren und im Zuge dessen auch über neue Vorschläge abzustimmen. Für ihren Platz im Konsortium zahlen die Firmen jährlich einen Beitrag von 21.000 US-Dollar. Institutionen können sich ebenfalls für einen Jahresbeitrag von 14.000 US-Dollar anschließen.

Eingereicht werden dürfen Neuvorschläge jedes Jahr zwischen dem 15. April und dem 31. August. Im Zuge der Corona-Pandemie wurde die Annahme neuer Ideen allerdings für sechs Monate pausiert. Diese Jahr sind neue Ideen wieder zugelassen. Damit ein Antrag auf ein neues Emoji im Unicode eine Chance hat, müssen zahlreiche Kriterien erfüllt werden. Dass bereits andere berühmte Bauwerke ein Emoji haben, reicht nicht aus: Besteht eine reelle Chance, dass das neue Emoji rege genutzt wird? Wie könnte das Emoji aussehen? Ist es von anderen bereits bestehenden Emojis ausreichend abgegrenzt?

Die Prüfung des höchstbürokratisch daherkommenden Antrags kann dann einige Zeit in Anspruch nehmen. Vom Vorschlag eines Döner-Emojis bis zur Umsetzung sind beispielsweise zwei Jahre vergangen. Doch einmal geschafft, verschwindet ein Emoji auch nicht mehr. Der Aufwand und die Geduld lohnen sich also. Und vor allem: Für was, wenn nicht für unseren Dom? Gründe gibt es jedenfalls genug.

Wie Sie mitmachen können

Schicken Sie uns gerne bis spätestens 11. August unter dem Stichwort „Domoji“ eine E-Mail an ksta-community@dumont.de mit mindestens einem der folgenden Dinge:

• Einen Grund, warum der Kölner Dom aus ihrer Sicht ein Emoji werden sollte

• Ideen, wann sie das neue Emoji in Gesprächen verwenden würden

• und/oder einen Bildentwurf für das Emoji als digitale Bilddatei, Format 18 x 18 Pixel oder 72 x 72 Pixel, am besten als PNG-Datei. Bitte geben Sie dann in ihrer E-Mail schriftlich an, dass wir das Recht haben, ihren Entwurf gegebenenfalls in unserem Antrag weiterzuverwenden.

Die besten Gründe und Ideen für die Nutzung nehmen wir in unser Begründungsschreiben im Antrag auf.

Aus allen Bild-Einsendungen wählen wir eine Auswahl von fünf verbleibenden Ideen aus, über die im Anschluss abgestimmt werden kann. Wir freuen uns sowohl über Einsendungen von Privatpersonen als auch von Agenturen, Grafikbüros und Künstlern. Die zehn Einsender und Einsenderinnen mit den besten Ideen laden wir zu einer Domdachführung ein.

Der Entwurf mit den meisten Stimmen wird von uns im Anschluss als Vorschlags eingereicht – letztendlich entscheiden aber sowieso die Digitalkonzerne wie Apple, Samsung, Facebook und Co selbst darüber, wie das Bild für den jeweiligen Unicode aussehen wird, aber wer weiß: Vielleicht ist unser Bildvorschlag ja überzeugend genug.

Über alle weiteren Schritte und Entwicklungen halten wir Sie in unserem Newsblog in den kommenden Wochen, Monaten oder Jahren (ja, die Prüfung eines Emoji-Antrags kann wie gesagt sehr lange dauern) auf dem Laufenden, geben Zwischenstände und veröffentlichen Informationen rund um die Welt der Emojis.

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